ballco Hausfrau
Anmeldungsdatum: 01.11.2005 Beiträge: 1
|
| Verfasst am: 01.11.2005 17:26 Titel: Wichtige Kennzahlen im Börsen Business |
|
|
Ich werde immer wieder gefragt, wie kann ich DAX Werte vergleichen, welche Kennzahlen kann ich heranziehen. Was sind eigentlich die sogennanten Risikokennzahlen (z.B. Beta Faktor), was bedeutet Volatilität? Und was sind sogenannte Verhältniskennzahlen von Fonds,
um z.B. Fonds, die DAX Titel im Portfolio haben, besser vergleichen zu können (und das nicht nur nach Rendite Entwicklungen)?
Hier die Anworten - viel Spaß beim Lesen:
Beta-Faktor (Risikokennzahl)
Die Kennzahl beschreibt die Schwankungsstärke eines Wertpapiers im Verhältnis zum Gesamtmarkt.
Beim Beta-Faktor wird die allgemeine Kursentwicklung des Marktes gleich 1 gesetzt. Ein Beta-Faktor von 1,5 besagt demnach, daß der Kurs des betrachteten Papiers um 50% stärker steigt oder fällt als der Gesamtmarkt, bei einem Beta-Faktor von 0,7 beträgt die Schwankung 70% der Veränderung des Gesamtmarktes.
Volatilität (Risikokennzahl)
Die Volatilität gibt Schwankungen von Wertpapierkursen innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder. Üblicherweise werden 3 Jahre als Zeitraum zur Ermittlung der Volatilität herangezogen. Sie stellt damit ein Maß für das Schwankungsrisiko einer Kapitalanlage dar. Berechnet wird die Volatilität, indem beispielsweise die durchschnittliche Wertentwicklung eines Wertpapiers in einem Monat als Grundlage genommen wird. Anschließend wird gemessen, wie weit sich der Wert des Wertpapiers innerhalb eines Monats von diesem Standard entfernt hat.
Je größer diese Schwankungsbreite ausfällt, desto volatiler und damit risikoreicher ist ein Wertpapier.
Sharpe-Ratio (Verhältniszahl)
Die Sharpe-Ratio zeigt den Portfolio-Überschuß-Ertrag pro Einheit des eingegangenen Gesamtrisikos an. Der Überschuß, auch als Risikoprämie oder Überrendite bezeichnet, ergibt sich aus der Differenz zwischen
der Rendite eines Fonds oder Portfolios und der Rendite einer sicheren Geldmarktanlage. Als Risikomaß wird die Kennzahl Volatilität verwendet. Ist die Sharpe-Ratio größer als 0, so konnte der Fonds in den zurückliegenden drei Jahren eine Überrendite erzielen. Ist die Kennziffer negativ, so hat der Fonds nicht einmal die Verzinsung einer risikolosen Geldmarktanlage erreicht. Gelegentlich ist bei einzelnen Fonds weder ein Rating noch die Sharpe-Ratio genannt. Dies kommt zum Beispiel bei Branchenfonds vor. Der Grund: Der Fonds existiert erst weniger als 3 Jahre. Vergangenheitswerte über drei Jahre sind zur Ermittlung der Sharpe-Ratio erforderlich, da zur Berechnung des Sharpe Ratio die Volatilität benötigt wird und diese über 3 Jahre berechnet wird.
Je höher die Sharpe-Ratio, desto besser schneidet ein Fonds im Vergleich zu anderen Fonds ab.
Treynor-Ratio (Verhältniszahl)
Bei der Treynor-Ratio wird die Überschußrendite zum sogenannten Beta-Faktor ins Verhältnis gesetzt. Der Beta-Faktor ist eine statistische Maßgröße, die die prozentuale Veränderung eines Fonds oder einer
Aktie angibt, wenn der Markt - repräsentiert durch den entsprechenden Referenzindex - um ein Prozent steigt oder fällt. Ein möglichst hoher Treynor-Ratio-Faktor ist einem niedrigeren oder gar negativen Wert
vorzuziehen. |
|