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RWE unmittelbar vor Abtrennung der Wassersparte

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Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 1

Verfasst am: 31.10.2005 17:11    Titel: RWE unmittelbar vor Abtrennung der Wassersparte

Zitat:
24.10.2005

ESSEN (dpa-AFX) - Der Versorger RWE plant nach einem Pressebericht
die Abspaltung der wegen ihrer Renditeschwäche als problematisch geltenden
Töchter Thames Water (Großbritannien) und American Water (USA). Die beiden
Wasserversorger sollen in eine neue AG ausgegliedert werden, von der dann unter
Führung der WestLB zunächst 30 Prozent der Anteile auf dem Kapitalmarkt
platziert werden sollen, berichtete die "Berliner Zeitung" (Montagausgabe).

[...]/mur/hi
nullidee
Aktienhändler


Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 15
Wohnort: Königstein

Verfasst am: 14.11.2005 17:31    Titel:

Hier sieht man, was passiert, wenn Unternehmen riesige Monopolgewinne erzielen: Es wird ohne Sinn und Verstand in völlig überteuerte Unternehmen ohne Wachstumsphantasie investiert. Geradezu dilettantisch wird es meistens auch, wenn der Staat oder andere öffentliche Institutionen die Hauptanteilseigner sind. Diese Aufsichtsräte (meist Politiker ohne blassen Schimmer von Wirtschaft) winken alles durch, egal was für ein Unsinn verzapft wird. Da RWE nach wie vor von mehreren Kommunen beherrscht wird, ist auch dieses Problem hier eminent. Es ist ja nur das Geld der Steuerzahler...

Gleiches kann man schon erahnen, wenn man sieht, mit welcher Macht derzeit versucht wird in der Gasversorgung (weiteres Monopol) mitzumischen. Die Russen erhalten Milliardenbeträge für zukünftige mögliche Gas-Lieferungen (wenn Putin nicht wieder einmal einfach ein Unternehmen verstaatlicht: siehe Jukos), nur weil es der politische Wille ist. Bei den hohen Einstandspreisen werden scheinbar nur Gewinne gemacht, wenn der Verbraucher noch mehr zur Kasse gebeten wird (ab Januar soll der Gaspreis wohl wieder um rund 20 Prozent steigen.

Zum RWE Aktienkurs: hier ist große Vorsicht angebracht, da die EU Kommission den Energiemonopolen vielleicht einen Strich durch die Rechnung machen könnte und eine Liberalisierung erzwingt mit der Folge, daß Regulierungsbehörden geschaffen werden, die die Durchleitungspreise auf ein erträgliches Niveau senken, so daß Wettbewerb entstehen könnte. Dies würde bei RWE einen Gewinneinbruch nach sich ziehen.
Zum anderen muß man bedenken, daß immer mehr Kommunen sich wegen der klammen Haushaltslage sich von den RWE-Beteiligungen trennen werden (wurde schon angekündigt), so daß von dieser Seite auch erheblicher Druck auf den Aktienkurs kommen wird.

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